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Münchner Freie Presse zu Gründung des Goethebundes
München, 16.3.1900

Linie
Viereck

Dokument

Artikel in Münchner Freie Presse. Zeitungsausschnitt gesammelt in StaatsA Mü: Pol.dir. München 2401

Einordnung

Der Artikel zur Gründung des Gothebundes enthält im wesentlichen die Formulierungen des Vereinszwecks aus der Satzung. Interessant ist dabei, wie der Verein sich zu rekrutieren gedenkt — nachfolgend die Liste der Anlaufstellen vollständig, sie gibt einen Einblick in die Landschaft Münchner literarischen Lebens.

[...] Mitglied des Goethebundes kann jeder unbescholtene volljährige Mann werden. Frauen können in Folge der vereinsgesetzlichen Bestimmungen leider nicht Mitglieder werden. Anmeldungen zur Mitgliedschaft werden angenommen: im Bureau der Litterarischen Gesellschaft, Jägerstraße 3a, in der Expedition der Münchener Neuesten Nachrichten, Färbergraben 23/24, in der Expedition der Münchener Zeitung, Frauenstraße 7 und Kaufingerstraße 21, in der Expedition der Münchener Post, Senefelderstraße 4, in den Buchhandlungen A. Ackermann's Nachf. Karl Schüler, Maximilianstraße 2 und A. Bucholz, Ludwigstraße 7, ferner in den Kunsthandlungen Ulrich Putze, Briennerstraße 8 und J. Littauer, Odeonsplatz 2. Schriftliche Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Goethebundes, Schackstraße 4 paterre links. Der Jahresbeitrag beträgt 1 Mark und ist bei der Anmeldung (bei schriftlicher in Briefmarken) zu entrichten. Weitere Verpflichtungen legt die Mitgliedschaft nicht auf. Der Austritt kann jeder Zeit erfolgen.


Ende